Der Festspiel-Intendant

(www.musikfestspiele-saar.de)

Was drängt einen zeitlich ausgelasteten Musiker dazu, sich ständig neue Aufgaben zu stellen? Robert Leonardy als überzeugter Saarländer trug sich mit dem Gedanken, einen Beitrag zu leisten, mit dem sein Land im Dreiländereck SAAR-LOR-LUX positive Aufmerksamkeit erfahren soll: Die MUSIKFESTSPIELE SAAR eV., 1989 von ihm ins Leben gerufen, wenden sich im Biennale-Rhythmus alle zwei Jahre einem bestimmten Thema zu, anfangs waren es die Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy, 1991 Antonin Dvorak und 1993 Maurice Ravel, deren Gesamtwerk vorgestellt wurde. Dabei war es Leonardy gelungen, noch nicht editierte Kantaten von Ravel in Paris zu finden, deren Uraufführungen für die musikalische Sensation des Sommers 1993 in Deutschland sorgten: mit dem Hinweis "Unerhörtes von Ravel" war die überregionale Presse begeistert von der Schönheit der musikalischen Fundstücke. Inzwischen gehören diese Kantaten zum festen Repertoire vieler Sinfoniekonzerte.

Dann 1995 der "Schwenk" hinüber zur Vorstellung der Musik eines bestimmten Landes mit einem Programm von der Klassik über die Folklore bis zur aktuellen Moderne und Rock/Pop bzw. Ausstellungen. Kein anderes deutsches Festival zeigt eine solch breite Palette. Die hochrangigen Konzerte mit Solisten von Weltrang, internationalen Dirigenten und ihren Orchestern finden oft in interessanten Industriehallen aus dem 18. und 19. Jahrhundert mit besonderem Flair und teilweise unglaublicher Akustik statt.

Die besten Ensembles und Solisten aus

England (1995)
Ungarn (1997)
Spanien (1999)
Frankreich (2001 )
Russland (2003)
Italien (2005)
Nordischen Ländern (2007)
Amerika (2009)
Österreich (2011)

und volle Säle trugen zum stetig ansteigenden Erfolg des Festivals bei. Dabei ist nicht nur Robert Leonardys Begabung als Künstlerischer Leiter gefragt, sondern auch seine Überzeugungskraft bei Sponsoren und Förderern, denn - auch das ist eine Besonderheit - das Festival trägt sich überwiegend selbst. (www.Musikfestspiele-Saar.de)